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Exkursionen und Börsen

Altenburger Land

25.03.2026

Die zweite Exkursion in diesem Jahr führte die Mitglieder der Bezirksgruppe Ostsachsen der VFMG in die Felder des Altenburger Landes. Nach individueller Anreise traf sich die Gruppe bei bestem Wetter an der Landstraße bei Priefel, wo der lokale Sammler Uwe Müller nach einer kurzen Begrüßung einen Überblick über den Fundort gab und erläuterte, worauf bei der Suche besonders zu achten ist.
Das erste Ziel des Tages war ein kleiner Aufschluss auf einem Feld am Ortsrand von Priefel, der sich trotz seiner geringen Größe als ausgesprochen ergiebig erwies. Gefunden wurden unter anderem verkieselte Tuffe, Hornsteine, Kieseltorf sowie verkieselte Hölzer, die geologisch dem Perm zuzuordnen sind. Besonders der Hornstein enthielt mit etwas Glück fossile Pflanzenfragmente. Das Sammeln gestaltete sich unkompliziert, da bereits das bloße Aufsammeln ausreichte, und schon nach kurzer Zeit hatte jeder Teilnehmende seinen Eimer gut gefüllt.
Im Anschluss führte die Exkursion zu einem weiteren Höhepunkt, dem Mauritianum am Rand des Altenburger Schlossgartens. Das 1907 erbaute Naturkundemuseum beherbergt die umfangreiche Sammlung der 1817 gegründeten Naturforschenden Gesellschaft des Osterlandes mit rund 40.000 Objekten. Zu den besonderen Exponaten zählt unter anderem der weltweit größte bekannte Rattenkönig. Der Eintritt ist kostenfrei, eine kleine Spende wird jedoch gern gesehen. Die Gruppe erhielt eine sehr informative Führung, die den Besuch zu einem besonderen Erlebnis machte und das Museum zu einem lohnenswerten Ziel für Besucher Altenburgs werden lässt.
Das dritte Tagesziel lag erneut auf einem Feld, diesmal zwischen Bocka und Kraschwitz. Hier wurde nach fossilem Holz, hellen, dünnplattigen Tuffen, Hornsteinen mit Pflanzenachsen sowie nordischem Geschiebematerial wie Windkantern gesucht. Auch an dieser Fundstelle stand Uwe Müller den Teilnehmenden mit seinem Fachwissen bei Bestimmungsfragen hilfreich zur Seite. Den Abschluss des Exkursionstages bildete die Suche nach perlitischem Rhyolith beziehungsweise rhyolithischem Glas von Mockzig. Da die Steinbrüche, in denen dieses Material ansteht, nicht zugänglich waren, wurde auf mit diesem Gestein geschotterten Wirtschaftswegen gesammelt. Dabei wurde selbstverständlich darauf geachtet, die Wege nicht zu beeinträchtigen, dennoch gelangten einige kleinere Funde.
Bei einem abschließenden Austausch wurden die Funde des Tages gemeinsam betrachtet und ausgewertet, bevor die Exkursion im warmen Licht der Abendsonne einen stimmungsvollen Ausklang fand.
Ein besonderer Dank gilt Olaf Rogalla von der VFMG, Lutz Gebhardt vom Mauritianum sowie Uwe Müller für die Organisation und Durchführung dieser gelungenen Exkursion.

Stefan Bahl
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