
Sachsen-Mineralien
Bezirksgruppe Ostsachsen der VFMG

Exkursionen und Börsen
Wissens- und Sehenswertes in Freiberg
25.03.2026
Treffpunkt zur Frühjahrs-Exkursion am 25. März 2026 war ein altehrwürdiges, um 1500 errichtetes spätgotische Gebäude mit sehenswerten Stern- und Netzgewölben - die Kirchgasse 11 in Freiberg/Sachsen, Sitz des Sächsischen Oberbergamtes.
Hier empfing uns Oberberghauptmann Prof. Dr. Bernhard Cramer mit einem herzlichen „Glückauf!“ und erläuterte uns die wesentlichen Aufgaben des Amtes und seiner über 80 Mitarbeiter, die zur Förderung und Ordnung des Bergbaus im Freistaat Sachsen notwendig sind.
Der weltweite Rohstoffbedarf wächst auf Grund der Entwicklungen der digitalen Infrastruktur, der Energiewende und der industriellen Entwicklung in zahlreichen Schwellenländern rasant an und zugleich steigen die Herausforderungen an eine nachhaltige, ökologisch und sozial verträgliche Rohstoffgewinnung, auch in Deutschland und natürlich in Sachsen.
Das Sächsische Oberbergamt koordiniert die damit zusammenhängenden vielfältigen Aufgaben, schafft mit den entsprechenden Zulassungs- und Genehmigungsverfahren Rechtssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen sowohl für die Wirtschaft als auch für die vom Bergbau betroffenen Regionen. Besonderes Augenmerk legt das Sächsische Oberbergamt mit seiner Aufsicht auf die Einhaltung der Sicherheitsstandards der gegenwärtig etwa 400 bergbaulichen Unternehmen (wie im Braunkohlenbergbau, im Steine-Erden-Bergbau oder im Untertagebergbau/ Markscheidewesen sowie im Altbergbau) und der dort Beschäftigten.
Danach schauten wir uns im ersten Obergeschoss eine kleine, aber sehr schöne Mineralienausstellung an, die von unserem Vereinsmitglied Dipl.-Ing. Bernd Hesse, langjähriger Mitarbeiter im Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe LBGR Brandenburg, gestaltet wurde. In mehreren Vitrinen präsentiert er hier weit über 200 Stufen der von ihm über viele Jahre seiner Sammelleidenschaft zusammengetragenen „Schätze der Erde“ aus Sachsen und ganz Deutschland, aus den Nachbarländern, aber zum Beispiel auch aus den USA oder Namibia – wohlgemerkt ausschließlich Eigenfunde!
Beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen hatten wir ausreichend Gelegenheit, mit ihm über sein und unser aller Hobby zu sprechen – und natürlich auch ein Dankeschön nicht nur für die gelungene Präsentation, sondern auch für die Organisation dieses Exkursionstages zu sagen.
Zum Abschluss besuchten wir noch das Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg, das sich im Gebäude des ehemaligen spätgotischen Domherrenhofs direkt neben dem Dom „Sankt Marien“ am Untermarkt befindet. Die umfangreiche Neu- und Umgestaltung in ein modernes Museum ist fast abgeschlossen - wir hatten die Gelegenheit, die im neuen Anbau, der „Silbernen Pforte“, befindliche Sonderausstellung „Plötzlich Kurfürst! August aus Freiberg“ zu sehen, die das Leben und Wirken von Kurfürst August von Sachsen (1526 – 1586) anhand von zahlreichen Dokumenten und Exponaten nachvollzieht.








